Grafik (50 Werke)
Michael Maschka
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Grafik (50 Werke)
Michael Maschka
Material
Grafik
Dimensions
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„Die einzig wirklich echte, gleichmäßige Linie ist die radierte. Fein gezogen bietet sie unnachahmliche Grazie, unübertrefflichen Schwung. Breit geätzt, erhält sie den Charakter einer monumentalen Größe einer ernsten Wucht, an die nichts anderes heranreicht. Die radierte Linie ist die Linie par excellence, und die Radierung ist das Ideal der Schwarzweißkunst" (zitiert aus H.W. Singer, "Das Handbuch für Kupferstichsammler", aus dem Jahre 1922) Die Radierung ist eine Technik, die ebenso wie der Kupferstich ihren Ursprung in den Goldschmiedewerkstätten des 15. Jahrhunderts hat. Sie stellt eine Weiterentwicklung der Gravur dar, die den Gold- und Silberschmieden seit der Antike zur Verzierung von Schmuck, Geräten und Waffen diente. Damals wurden die mit dem Stichel gravierten Linien mit „Niello“ (schwarze Schmelzmasse) ausgefüllt. Um die Zeichnung sichtbar zu machen und eine Mustervorlage für spätere Arbeiten zu erhalten, wurde vor dem Verschmelzen ein Abdruck auf Papier angefertigt. Die ersten Kupferstecher waren folglich Goldschmiede. Der Goldschmied Tommaso Finiguerra war es dann, der Mitte des 15. Jahrhunderts den Anstoß gab, mit der Niello-Technik die ersten Kupferstich-Abzüge zu machen. Der erste datierte Stich „Geißelung Christi“ stammt aus dem Jahre 1446. Sämtliche Werkzeuge der Stecher (Stichel, Punze, Schaber, Polierstahl) stammen aus der Werkstatt des Goldschmieds. Der Kupferstich war im 15. Jahrhundert vor allem als Reproduktionsgraphik gebräuchlich, die die Verbreitung von Kunstwerken großer Meister ermöglichte. Mantegna, Dürer und Schongauer gehörten zu den ersten, die diese Technik zu höchster Vollendung führten. Dürer, der bei seinem Vater zunächst das Goldschmiedehandwerk erlernte, war es auch, der die ersten Versuche zur Herstellung von Ätzradierungen unternahm. Der Umgang mit Säure war bis dahin vor allem bei den Waffenschmieden gebräuchlich. Die erste datierte Eisenätzung stammt aus dem Jahre 1513, aus der Hand des Schweizer Kupferstechers Urs Graf. Die Ätzung hatte den Vorteil, daß sie die langwierige und mühsame Arbeit mit dem Stichel umging und so ein freieres, spontaneres Arbeiten ermöglichte. Bei diesem Verfahren werden die farbgebenden Vertiefungen durch die Säure in die Metallplatte eingeätzt. Bevor der Künstler mit einer spitzen Nadel die Zeichnung beginnt, müssen die Eisen-, Kupfer- oder Zinkplatten mit einem säureabweisenden Lack beschichtet werden. Stich und Ätzung finden häufig auf einer Platte Anwendung, wobei die Stichelarbeit oft als Korrekturmöglichkeit genutzt wird. Der Nördlinger Künstler Michael Maschka knüpft bewusst an diese lange und reiche Tradition der Radierkunstan und bedient sich dieser Technik in altmeisterlicher Manier. Die Radierung, die häufig mit anderen Reproduktionsverfahren verwechselt wird, ist von der Anfertigung der Zeichnung bis zum fertigen Druck reineHandarbeit. Da jedes Blatt durch den handwerklichen Prozess leichte Abweichungen aufweist und dadurch zu einem Einzelstück wird, spricht man völlig zu Recht von „Originalgraphik“. Maschka gehört zu den wenigen Künstlern, die nicht mit professionellen Druckern arbeiten, sondern jedes Blatt selbst drucken. Die inhaltliche Seite der Arbeiten Michael Maschkas ist zunächst durch die Vorliebe für Themen aus dem Bereich der religiösen und antiken Mythologie geprägt. Der Mythos als sinnliches Abbild einer übersinnlichen Welt, ist ein zentrales Motiv in seinem Werk. Maschka erzählt die alten Mythen der Griechen, Römer und Germanen in seinen Bildern und Skulpturen neu und legt dabei für den Betrachter unerwartete Bedeutungsschichten frei. In seinen Werken spürt er mit eindringlicher Formensprache und viel Detailtreue der bizarren Erfindungskraft der Seele nach. Dem Künstler geht es dabei nicht um die Darstellung der für alle sichtbaren Wirklichkeit, sondern um die verborgenen Welten des Traums und der Seele. Nähere Informationen über den Künstler sind im Internet unter www.MichaelMaschka.de verfügbar
